Angst und Glück - sind die beiden wirklich weit voneinander entfernt?

Wir Menschen haben die Tendenz die Angst zu meiden, weil es uns dadurch schlecht geht und wir uns energielos fühlen und wir haben die Tendenz das Glück zu suchen, weil wir uns dadurch Frieden und Glückseligkeit erhoffen. Wir haben einerseits Angst uns zu verlieren, doch erst im Verlieren liegt die Freiheit, das Glück….

Wie so oft liegt in diesen beiden Extremen Angst und Glück dieselbe Grundessenz zugrunde. Di beiden Ausprägungen Angst und Glück sin nur die beiden Endpunkte des ausschlagenden Pendels. Es ist wie mit Hölle und Paradies, Leiden und Nicht-Leiden, begrenzt und grenzenlos, oder eben auch ego und egolos. In unserer Welt der Polarität haben wir immer die beiden extremen Ausprägungen ein und derselben Grundessenz. Die Frage ist auf welche Seite des Pendels bist du ausgerichtet?

Um allerdings die Ausprägungen der jeweiligen Grundessens wirklich zu erfassen ist es nötig über die Wahrnehmung des Verstandes hinaus zu gehen. Vielleicht kennst du die Geschichte „Der kleine Prinz“. Auch dieser wusste es schon: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar – und für den Verstand nicht zu begreifen!“. Wenn du also über deinen Verstand hinaus gehen kannst und die Ausprägungen von solchen Grundessenzen wie Angst und Glück mit dem Herzen sehen kannst, das heißt sehen aus deiner wahren Wesensnatur heraus, dann kannst du sehen, dass weder Angst noch Glück gut oder schlecht, richtig oder falsch sind. Die Angst ist was sie ist und das Glück ist was es ist. In beiden schwingt dasselbe. Und erst wenn du bereit bist die Angst anzunehmen wirst du bereit sein auch Glück zu erfahren, weil eben mal beiden dazu gehört in unserer Polarität.

Und wenn du wirklich Freiheit, Glück und inneren tiefen Frieden erfahren möchtest, musst du zuerst bereit sein Dich zu verlieren, dein Ego zu verlieren, die Kontrolle aufzugeben. Damit nicht mehr du das Leben (scheinbar) im Griff hast, sondern das LEBEN dich im Griff hat, dann bist du auch im Fluss des Lebens und im Moment. Dann bist du frei.

Und mit der Aufgabe deines Egos sinkt dein Verstand ins Unsterbliche zurück. Dorthin, wo er ursprünglich entsprungen ist und sich erhoben hat in die Sterblichkeit der Trennung. Und mit dieser Aufgabe oder besser gesagt Hingabe zu deiner wahren Wesensnatur, ist es dir möglich aus dem Herzen zu sehen und du kannst dann erkennen, dass nichts jemals geschehen ist, obwohl ständig etwas passiert. Das klingt zunächst mal völlig paradox, doch nur für deinen Verstand, dein Herz, damit mein ich deine wahre Wesensnatur, kann es verstehen.

Ich wünsche mir für uns, dass du bereit bist für die Hingabe deines Egos an deine wahre Wesensnatur, damit du wieder aus reinem Herzen sehen kannst, was das LEBEN dir zu bieten hat.

 

Namaste

Anutosho

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