Entscheidungen treffen, aber wie?

Du kennst das bestimmt auch, du stehst vor einer wichtigen Entscheidung und weißt nicht welche du treffen sollst. Nehmen wir an, es stehen 2 Auswahlmöglichkeiten für die Entscheidung an und du bist zwischen diesen beiden Möglichkeiten hin und her gerissen. Für beide Varianten gibt es Für und Wider. Und dann bleibt dann natürlich die Angst sich falsch zu entscheiden. So, nun stehst du vor dem Dilemma. Der Verstand bietet dir keine eindeutige Lösung an. Was sollst du also tun?...

Meine Empfehlung: Geh vom Denken ins Fühlen. Unabhängig davon was der Verstand an Für und Wider bringt. Versuche dich gefühlsmäßig in beide Situationen, die zur Auswahl anstehen, einzulassen. Suche dir einen ruhigen Ort und gehe in dich. Egal wie viele Freunde, Bekannte, Experten du vorher schon befragt hast, die Antwort liegt nicht im Außen sondern in dir drinnen. Du brauchst sie nur mehr zu finden, heißt in diesem Fall zu erspüren. Wie machst du das? Wie schon gesagt suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist. Schließe die Augen und stelle dir die erste Situation in allen Einzelheiten vor. Lass dir dabei alle Zeit die du dafür brauchst. Und nun achte ganz bewusst auf deine Gefühle. Macht sich ein Gefühl der Weite oder ein Gefühl der Enge und Verspannung in dir breit? Achte aber darauf, ob es wirklich Gefühle sind und nicht etwa die Gedanken deines Verstandes! Denn oft haben wir Angst vor Veränderungen und unsere Gedanken verkleiden sich dann als Gefühle und gaukeln uns vor, dass eine veränderte Situation sich „schlecht anfühlt“. Wenn es dir schwer fällt Gefühle und Gedanken auseinander zu halten, kannst du versuchen die Lösung in einer Meditation zu finden. Wenn du das machst, empfehle ich dir, dir während der Meditation die Augen zu verbinden, das hilft dir nach innen zu schauen. Die Mediation sollte dich dabei unterstützen die Gedanken abzuschalten und in einen wertfreien Zustand zu kommen. Und vor allem versuche mit einer totalen Offenheit in die Mediation zu gehen, ohne jede Erwartung. Erwarte nicht einmal eine Lösung, sei einfach offen für das was passiert oder was kommt.

Wenn du deine Gefühlswelt zur ersten Situation erforscht hast, lass ein wenig Abstand zu Erforschung der nächsten Situation (zur nächsten Entscheidungsmöglichkeit). Meine Empfehlung wäre hier ein Tag. Dann versuche die zweite Situation ebenfalls auf die gleiche Weise zu erforschen. Und voilà, du, und damit meine ich deine wahre Wesensnatur und nicht deinen Verstand, hast dir die Antwort selbst gegeben und nun kannst du mit ruhigen Gewissen, ohne Angst und ohne Zweifel deine Entscheidung treffen.

Wenn du diese Vorgangsweise zur Entscheidungsfindung das erste Mal praktizierst, wird mit Sicherheit noch eine gewisse Unsicherheit mitschwingen, doch das liegt einzig und allein daran, dass wir verlernt haben unseren Gefühlen zu vertrauen. Aber ich möchte dich hier auch ermutigen dran zu bleiben und du wirst sehen, dass mit jeder Entscheidung auf diese Art und Weise dein Vertrauen zu Gefühlsentscheidung zurückkehren wird, denn die Entscheidung kommt eben von deinem Selbst, dass alles weiß, da es mit allem verbunden ist und nicht vom Verstand, der nur eine begrenzte Sichtweise hat (egal wie intelligent man ist).

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass im allumfassenden Sinne die Entscheidung sowieso schon feststeht. Die Frage lautet eigentlich nur, ob du dich mit deinem Verstand gegen diese Entscheidung wehrst, in den Widerstand gehst? Denn wenn du im Fluss des Lebens lebst und alles zu seiner Zeit auftauchen und auch wieder ziehen lässt, triffst du immer die „richtige“ Entscheidung. Da aber die meisten von uns nicht im Fluss leben, sondern gerne an Gewohnheiten festhalten bzw. Unangenehmes wegschieben wollen, leben sie nicht in der Akzeptanz, sondern eben wieder im Widerstand zu LEBEN. Doch das LEBEN hat für dich immer die richtige Entscheidung parat. Wir müssen dem LEBEN mit unserem Gespür, oder soll ich besser sagen unserer Intuition einfach nur zuhören, eben vom Denken ins Fühlen kommen.

 

Namaste

Anutosho

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