Shift im Bewusstsein

Heute möchte ich mit Euch eine Erfahrung teilen, die ich in einer Trance-Meditation hatte. Vielleicht hilft diese erfahrene Erkenntnis bzw. das nachfolgend beschriebene Gleichnis dem einen oder anderen von euch auch weiter.

Aber zunächst mal zum Ausgangspunkt. Ich komme in meinem Leben immer wieder an einen Punkt, an dem ich eine tief sitzende Angst wahrnehme, dass das was ich tue oder tun will nicht das Richtige ist und verfalle daher meist in eine Art Starre, weil da in mir jemand oder etwas ist, der sich offenbar vor irgendetwas fürchtet. 

Also hatte ich beim Einstieg zu meiner letzten Trance-Meditation das Bedürfnis demjenigen in mir in die Augen zu sehen, der da immer wieder Angst hat. Was sich nun zeigte war zwar nicht ein Jemand, dem ich tatsächlich in die Augen blicken konnte, sondern es tauchten folgende Bilder innerhalb der Trance-Meditation auf.

Zunächst war da ein tiefer runder Kerker, in dem ich am Boden zusammengekauert lag. Es war finster, da der Kerker kein Fenster hatte nur ganz oben war ein Lichteinfall auszumachen, der von einer Luke oder einem Einstieg herein fiel. Komischerweise hatte ich in diesem Kerker aber keinerlei Angstgefühle, ganz im Gegenteil, ich fühlte mich da sicher und auch ein wenig geborgen. Im weiteren Verlauf der Meditation verwandelte sich dieser Tiefe Kerker in einen hohen Turm, der auf einer weiten Wiesenfläche stand und ganz oben am Turm war ein Licht zu sehen. Der ganze Turm ähnelte sehr stark einem Leuchtturm, nur das dieser eben nicht am Wasser, sondern auf der weiten Wiese stand. Weiters war zu erkennen, dass ich von innen nicht aus diesem Turm hinaus blicken konnte, da ich ja am Boden des Turm „gefangen“ war und es nur ganz oben eine Aussicht gab. Verblüffend war allerdings, dass man von außen sehr wohl in den Turm hinein blicken konnte, da von außen betrachtet die Wände des Turms transparent erschienen und von außen konnte ich mich am Boden des Turms klar erkennen.

Und nun gab es plötzlich einen Shift in meiner Wahrnehmung. Ich war plötzlich nicht mehr der zusammengekauerte Körper am Boden des Turms, sondern das Licht ganz oben am Turm, das sowohl in das Innere des Turms, wie auch in die Weiten der Umgebung leuchtete. Mental sprach ich dann als Licht (auch als höheres Selbst zu sehen) zu meinem Körper-Dasein (auch als Ego zu sehen), dass es völlig o.k. ist, den Turm zu verlassen, da ich ohnehin immer den Weg ausleuchten werde und der Turm als solches ja bestehen und für mich reserviert bleibt als Rückzugsort, sollte ich ihn wieder mal brauchen. Und zögernd verließ mein Körper-Dasein diesen Turm mit der beruhigenden Gewissheit, dass das Licht immer bei mir ist und mir den Weg leuchtet, den ich gehen werde.

Diese Meditation-Erfahrung hinterließ in mir ein Vertrauen, dass mein höheres Selbst, das mit allem verbunden ist, immer weiß was für mich richtig ist und dass es vor allem völlig egal ist, was das Ego fürchtet, denn aus übergeordneter Sicht gibt es nichts zu befürchten. Diese Ängste im Körper-Dasein des Egos sind immer nur Zweifel im Verstand. Und der Verstand wiederum ist nur ein Teil des Körper-Daseins, das aber nur einen geringen Anteil des Ganzen erkennen kann und daher aus diesem eingeschränkten Blickwinkel immer Zweifel haben wird.

Für mich war es zumindest sehr wertvoll diesen Shift vom Ego-Bewusstsein zum „Höheren-Selbst-Bewusstsein“ in dieser Trance-Meditation zu erfahren.

Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch da draußen einen ähnlichen Ausgangspunkt, dann kann dir dieses Gleichnis des Leuchtturm-Lichtes vielleicht helfen, oder vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, dann würde es mich freuen, wenn ihr diese im Kommentar teilen würdet.

 

Namaste

Anutosho

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