Gut und Böse

Wir alle sind im Leben mit Gut und Böse konfrontiert. Einerseits sehen wir das Chaos auf der Welt, die Terroranschläge, die Kriege und das Leid, das durch das Böse hervorgerufen werden und andererseits sehen wir aber auch die schönen Dinge auf der Welt, die Musik, die Herzlichkeit zwischen Menschen und Hilfsbereitschaft, die durch das Gute hervorgerufen werden. Mit den schönen Dingen mögen wir uns gerne identifizieren, bei den bösen Dingen ist das eher nicht der Fall. Da sagen wir schnell: „Wie kann man das nur tun, wie kann man das nur zulassen“...

Doch ist die Welt nicht der Spiegel unseres Innenlebens? Haben wir in uns etwa auch Gut und Böse vereint, durch das die Welt hervorgerufen wird? „Ja sicher schon, aber ich rufe doch keine Kriege hervor“ höre ich jetzt den einen oder anderen entgegnen. Doch schau mal etwas genauer nach innen. Herrscht nicht vielleicht in dir innerlich auch ein Krieg. Etwas, das du nicht haben willst, oder etwas das du haben willst, aber nicht hast und gibt es da vielleicht auch etwas, das du unterdrücken willst? Und wie sieht es da mit deinem näheren Umfeld aus? Bist du da in Frieden mit dem wie es ist, oder herrschen da vielleicht auch kleine Kriege, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in der Familie und kannst du in deinem Umfeld eventuell auch einen gewissen Terror erkennen, der vielleicht sogar von dir ausgeht?

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, wirst du bei dem einen oder anderen Punkt sicher zustimmen. Und wie sieht es jetzt aus mit der Aussage: „Wie kann man das nur tun, wie kann man das nur zulassen“.

Siehst du, egal ob großer Krieg mit dem Verlust von vielen Menschenleben oder kleiner Krieg mit kleinen oder großen Verletzungen, Krieg ist Krieg und Terror ist Terror, egal wie groß die Ausprägung ist.

Und wenn wir Frieden auf der Welt wollen, kann jeder nur bei sich selbst anfangen und der Frieden fängt ganz nah bei dir an, nämlich tief in dir drinnen. Und dieser innere Krieg entsteht durch die Bedürfnisse deines getrennten Egos. Weil du dich getrennt von den anderen fühlst, glaubst du, dass das was der andere hat, egal ob materiell oder inmateriell, nicht zu dir gehört und du willst das auch haben oder dass der andere vielleicht nicht mehr hat und schon ist die Grundlage für den Krieg in dir geschaffen, den du über kurz oder lang nach außen trägst.

Wenn du diesen Mechanismus des Egos jedoch einmal erkennst, den Mechanismus des Festhaltens, des Weghaben wollen oder des Unterdrückens, dann hast du den größten Schritt zu deinem inneren Frieden schon gemacht. Dann liegt es ab nunmehr daran zu beobachten, was in deinem System passiert, wenn so ein Mechanismus aufgerufen wird. Welche Gefühle tauchen auf, welche Handlungen folgen nun in der Regel, wo kannst du Getrenntheit erkennen? Wenn du das checkst, weißt du wie dein Ego funktioniert und du kannst dich entscheiden ob du weiterhin die Mechanismen deines Egos ausführen willst, oder ob du dein Ego vielleicht lieber beiseide legen willst. Und das geht eigentlich ganz einfach. Durch inneres Beobachten und Achtsamkeit in jedem Moment. Das setzt natürlich voraus, dass du auch im Jetzt lebst und nicht in den Geschichten des Egos verhaftet bist, das dich ständig in den Glaubenssätzen der Vergangenheit und der Zukunft gefangen hält.

Da die Mechanismen des Egos jahrelang erprobt und durchlaufen wurden, bedarf es natürlich auch eines gewissen Trainings, um im Jetzt und außerhalb des Egos zu leben. Aber je mehr du dich im Beobachten und in der Achtsamkeit übst, desto leichter und leichter wird es dir gelingen im Jetzt zu bleiben. Dann taucht der innere Frieden in dir auf, der immer schon da war.

Und je mehr Menschen in diesen Zustand kommen, desto weniger Krieg wird aus dem Kollektiv ausgesandt und desto mehr kommen wir alle in die Herzlichkeit und den Frieden. Du kannst also nur bei dir selbst beginnen die Welt zu verändern, denn die Welt die du wahrnimmst ist sowieso immer nur dein eigener Spiegel, das ist das Resonanzgesetz. Und wenn mehr und mehr Menschen im inneren Frieden leben, strahlen sie diese Resonanz auch aus. Jeder Krieg, und sei er auch noch so klein und jeder Frieden beginnt in uns, beginnt in dir. Und du selbst hast die Wahl, wählst du Krieg oder Frieden, wählst du Gut oder Böse.

 

Namaste

Anutosho 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0