Alles kommt, alles geht, nichts bleibt!

Alles kommt, alles geht, nichts bleibt – Ein Aussage zu der zunächst sicher viele zustimmend nicken: „Ja, so ist es“. Und dennoch leben die meisten von uns ein anders Leben. Ständig sind wir damit beschäftigt an etwas festzuhalten, oder etwas zu unterdrücken oder etwas weghaben zu wollen. Und damit fangen alle Probleme an, die wir uns selbst erschaffen. Die Ursache dafür liegt darin, dass unser Verstand....

Die Ursache dafür liegt darin, dass unser Verstand die Lebensumstände ständig kontrollieren will, das was ist verändern oder anpassen will, doch das LEBEN zeigt uns erbarmungslos das das nichts bringt, denn sonst hätten wir dadurch keine Probleme und das Dilemma nimmt seinen Lauf und hindert uns daran uns selbst zu erkennen, unsere wahre Wesensnatur. Sind wir glücklich, zufrieden oder entspannt ist unser Verstand bestrebt diesen Zustand festzuhalten. Sind wir betrübt, traurig oder unzufrieden unternimmt unser Verstand alles, um diesen Zustand zu vermeiden, er will ihn weg haben. Andere wieder haben sich zur Lebensaufgabe gemacht Gefühle zu verdrängen, zu verschütten, indem sie dann nach langer Zeit meistens selbst nicht mehr wissen, was sie warum verschüttet haben und sind dann gefangen in ihren Gefühlsmustern, weil sie die Gründe dafür nicht mehr kennen (oder besser gesagt, weil sie sich nicht mehr daran erinnern können).

Um jedoch unsere wahre Wesensnatur erkennen zu können, müssen wir das LEBEN fließen lassen, denn Fakt ist: Alles was auftaucht unterliegt einem natürlichen Rhythmus. Bei vielen Beispielen erscheint uns das völlig logisch, zum Beispiel der Atem, er kommt (Eintatmen) und er geht (Ausatmen). Oder das Kommen und Gehen in der Natur; es wird hell und dunkel; es kommt Sommer und Winter; es blühen Blumen und verblühen wieder. Nur für unser eigenes Leben können und wollen wir das nicht akzeptieren. Sofort hat unser Verstand für alles was auftaucht ein „ja, aber…“. Doch es ist eigentlich ganz einfach. Das Schlüsselwort heißt ACHTSAMKEIT.

Wenn du achtsam bist kannst du beobachten was im Moment auftaucht im Theaterstück des Lebens (oder auf der Bühne des Lebens) und wie es wieder verschwindet. Und wenn du wirklich achtsam bist, kannst du für dich selbst beobachten, was von dem was auftaucht du festhalten, weghaben oder unterdrücken möchtest. Nimm das bewusst wahr was nach dem „ja, aber“ kommt und du lernst dich dadurch ein großes Stück näher kennen. Das nächste Schlüsselwort wäre dann WARUM. Warum will ich das festhalten, weghaben oder unterdrücken? Warum kann ich nicht im Frieden sein, mit dem was auftaucht? Was hat das was auftaucht mit mir zu tun? Hat es überhaupt mit mir zu tun? Auf was will mich diese Situation hinweisen? Auf viele Antworten wirst du schon alleine durch diese Achtsamkeit kommen, auf andere, speziell wenn es um verschüttete Gefühle geht, vielleicht nicht so schnell. Da kann es dir helfen, wenn du zunächst nur mal das Gefühl wahrnimmst, das in dem was auftaucht ausgelöst wird. Versuche dieses Gefühl ganz konkret zu benennen und spüre was es macht mit dir. Wenn du schon Übung in Meditation hast kannst du dieses konkrete Gefühl mit in eine Meditation nehmen, ohne Erwartungen. Versuche auch in der Mediation einfach nur wahrzunehmen, was kommt und was geht. Dann können da schon sehr erlösende Antworten aus dem Unterbewusstsein zu dir kommen, denn die Antworten sind auf alle Fälle in dir und zwar nur in dir. Wenn es dir damit nicht gelingt und du in dir wirklich etwas (er)lösen willst, können geführte Trance-Meditationen, Familienaufstellungen oder ähnliche Praktiken sehr hilfreich sein.

Und je mehr Antworten du bekommst auf deine Muster des Festhaltens, Weghabenwollens oder Unterdrückens, desto mehr und mehr wird es dir möglich sein achtsam zu sein, im Moment ohne Bewertungen von richtig und falsch zu leben und einfach nur wahrzunehmen was ist, was auftaucht und wieder verschwindet und das mit einer positiven Wertlosigkeit, egal ob da jetzt Freude oder Leid, Angst oder Vertrauen, Liebe oder Hass auftaucht. Denn all diese Gegensätze haben immer dieselbe Uressenz und sind nur gegensätzliche Ausprägungen in unserer Polarität. Sie sind beide Ausschlag desselben Pendels. Und wenn wir nicht mehr festhalten, weghaben oder unterdrücken wollen sind wir automatisch im Fluss des Lebens und frei von jeglichem Widerstand und erst dann sind wir in der Lage in tiefer Zufriedenheit und innerem Frieden zu leben. Ab diesem Punkt wirst du das Gefühl haben vorher gar nicht richtig gelebt zu haben.

Aber wie immer möchte ich nicht, dass du mir das einfach glaubst, sondern ich möchte dich ermutigen es selbst auszuprobieren bzw. anzuwenden, denn erst dann und nur dann hast du für DICH etwas davon. Und mir ist klar, dass die beschriebenen Vorgangsweisen bedeuten über seinen eigenen Schatten zu springen und das bedeutet Mut. Aber Mut braucht es zum Leben, vor allem, wenn es um DEIN EIGENES geht.

Ich wünsche dir viel Mut dich deinem Leben und deinen Mustern des Festhalten, Weghabenwollen und Unterdrücken zu stellen und dadurch deine wahre Wesensnatur zu erkennen. – Viel Achtsamkeit dabei.

 

Namaste

Anutosho

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