Die Atmung: Das geeignete Tor zum JETZT

Viele sind sich einig, dass es immer nur diesen einen Moment gibt, der wirklich real ist. Nur um diesen bewusst wahrzunehmen, musst du mit deiner Aufmerksamkeit ebenfalls im Jetzt verweilen, denn ansonsten verpasst du diesen Moment. Und wir alle kennen das: Unser Verstand bringt uns ja ständig weg vom Moment, indem er uns in die Vergangenheit oder Zukunft abschweifen lässt (die  übrigens nicht real sind). Aber wie können wir es schaffen im Moment zu verweilen, um diesen einzigen realen Moment auch mit zu bekommen, bewusst mit zu bekommen?...

Es gibt hierfür viele Möglichkeiten um den Geist im Moment zu behalten. Meditation ist eine, Extrem-klettern wäre eine andere oder Seiltanzen über einer tiefen Schlucht. Bei den letzten beiden bist du gezwungen voll im Hier und Jetzt zu sein, denn sonst war’s das. Aber es geht auch ungefährlicher: Bewusst atmen. Jetzt höre ich schon den einen oder anderen sagen: Was soll das, ich atme sowieso, wie soll mich das ins Jetzt bringen? – Indem du es bewusst machst. Denn der Atem ist immer im Moment. Und wenn du dich mit deiner ganzen Aufmerksamkeit auf deinem Atem konzentrierst, bist du ganz automatisch im Jetzt. Und wenn du dabei noch versuchst sehr tief zu atmen, erhältst du dabei auch noch einen Schwung Lebensenergie. Vielleicht hat der eine oder andere von euch sogar schon mal eine bewusst Atemreise mit gemacht oder auch für sich alleine durchgeführt, dann wirst du erkannt haben, welche enorme Energie im Atmen enthalten ist. Ich selbst habe das vor gar nicht allzu langer Zeit erstmalig durchgeführt und ich war verblüfft wie enorm sich der Atem bzw. die bewusste Atmung auf das ganze System auswirken kann. Ich kann das nur weiter empfehlen.

In vielen, wenn nicht in allen spirituellen Lehren hat die Atmung immer eine sehr entscheidende Rolle eingenommen und tut das immer noch. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Nur wenn du im Hier und Jetzt bist, kannst du zu dir selbst finden und zu inneren Frieden gelangen, und das bewusste Atmen bringt dich dort hin. Zudem ist es der Atem, der uns alle offensichtlich mit einander verbindet. Jeder atmet dieselbe Luft, egal ob Mensch oder Tier, jedes Lebewesen folgt diesem Rhythmus von Ein- und Ausatmen. Es ist wie das Yin und das Yang.

Und an und für sich liegt es auch in der Natur des Menschen tief ein und aus zu atmen, doch wenn wir unseren normalen Atmenrhythmus beobachten werden die meisten erkennen, dass der Atem flach und kurz ist. Das ist ein Spiegel unserer hektischen Zeit, in der Quantität mehr zählt als Qualität. So denken wir auch unbewusst, dass kleine schnelle Atemzüge besser sind, als lange und tiefe. Doch in diesem Fall gilt weniger ist mehr. Darum ist es gut und wichtig wieder das richtige Atmen zu lernen, oder besser gesagt sich wieder daran zu erinnern. Und wie das so ist beim Lernen, muss man zunächst das zu Erlernende bewusst machen, bis es schließlich zum Automatismus des Unterbewusstseins wird. Und wenn unser Unterbewusstsein wieder das richtige Atmen erlernt hat, bzw. sich wieder daran erinnert hat, wirst du automatisch vermehrt im Jetzt verweilen. Und wie bereits erwähnt hat du dann die besten Voraussetzungen um zu dir Selbst zu finden, um dein Selbst zu finden, um nach Haus und zum inneren Frieden zu finden.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg, solltest du dich dazu entschließen bewusster und tiefer zu atmen. Ich wünsche dir einen „langen Atem“ dabei J

 

Namaste

Anutosho

 

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