Flüchtlinge: Was zeigen sie uns?

Heute möchte ich mit Euch meine Gedanken zum Thema Flüchtlinge teilen. Durch die Massen, die in unser Land geströmt sind, machte sich Verunsicherung breit. Wie sollen wir diese Vielzahl an Menschen erhalten, wie können wir in unserem eigenen Land noch sicher sein? Und dann kommt auch noch ein gewisses Maß an Wut und Zorn dazu. Die sollen in ihrem Land bleiben und uns nicht alles wegnehmen! Doch schauen wir mal über diese Verunsicherung und Wut hindurch; was wollen oder sollen sie uns wirklich zeigen?

Sind es nicht unsere verborgenen Ängste und unsere Schattenseiten, die sie uns durch ihre Anwesenheit aufzeigen? Sicher, sie sind zunächst einmal Fremde mit einer fremden Mentalität und einem fremden Kulturverständnis. Aber nur weil sie fremd sind, sind sie deshalb schlechter wie wir? Und ja es ist auch richtig, dass bestimmt nicht alle, die gekommen sind tatsächliche Kriegsflüchtlinge, sondern auch viele Wirtschaftsflüchtlinge dabei sind, die einfach nur deshalb gekommen sind, weil sie sich hier ein besseres Leben erhoffen. Doch man muss sich auch die Frage stellen. Warum sind sie gekommen, und warum jetzt und warum auf einmal so viele? Weil sie von unseren Regierungen eingeladen wurden und von den Amerikanern zusätzlich dazu ermuntert wurden. Es wurden Ihnen Versprechungen gemacht, was sie alles erwartet, wenn sie nach Europa kommen. Da steckt bestimmt auch ein Plan dahinter, aber auf das möchte ich hier nicht näher eingehen. Und die Massenmedien leisten ebenfalls ihren Beitrag dazu die Angst und Verunsicherung zu schüren, indem immer Negativbeispiele berichten werden, wobei selbst da die Wahrheit wahrscheinlich immer etwas in den Nachrichten „nach gerichtet“ wird. Positivbespiele hingegen werden nicht berichtet. Zum einen natürlich weil das kontraproduktiv für den größeren Plan wäre und auch die Auflagen nicht steigern würde.

Mir geht es mehr darum zu erkennen, was die Flüchtlinge, da sie nun schon mal da sind, mit uns machen. Und damit meine ich was ihre Anwesenheit mit unseren Gedanken und Emotionen macht. Ich bin der Meinung, dass auch die Flüchtlinge uns einen Spiegel vorhalten, wie jede Situation in unserem Leben, der uns zeigen soll, wo wir noch nicht all unsere Schatten erkannt und aufgelöst haben. Haben wir zum Beispiel Angst, wenn wir in ihrer Gegenwart sind, so ist auch noch etwas in uns, vor dem wir Angst haben, seien es Gedanken, Gefühle oder mangelndes Urvertrauen. Empfinden wir Wut und Zorn, so zeigt sich auch dadurch ein Spiegel, der uns erkennen lassen sollte, welche Situationen wir nicht akzeptieren können oder wollen. Und das Thema der Flüchtlinge ist dabei wie alles im Leben auch nur ein Lebensthema in uns, dass sich hier in einer bestimmten Verpackung zeigt.

Ich für meinen Teil habe zum Beispiel mit Flüchtlingen ein sehr überraschendes Erlebnis gehabt. Ich war bei einem Arzt im Wartezimmer mit ungefähr 15 Stühlen. Das Wartezimmer war voll und kein Sitzplatz mehr frei. Weiters waren im Wartezimmer auch mehrere Flüchtlinge anwesend, die ca. 40% der Sitzplätze einnahmen. Nun kamen weitere Patienten zur Arztanmeldung und wollten danach im Wartezimmer Platz nehmen, doch beim Eintreten ins Wartezimmer sahen sie, dass schon alles voll war. Und nun stand sofort einer der Flüchtlinge auf und bot postwendend seine Sitzplatz freundlich an. Und so ging das weiter. Beim nächsten Patienten stand der nächste Flüchtling auf und so weiter. Bis schließlich alle Flüchtlinge einen Stehplatz einnahmen. Und es sei auch noch dazu erwähnt, dass sie ihren Sitzplatz nicht nur für alte und/oder gebrechliche Patienten freigaben. Ich muss ehrlich sagen, das hat mich sehr überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Von den Einheimischen stand keine Einziger auf und bot seinen Sitzplatz an, mich eingeschlossen.

Was zeigte mir diese Situation: Wir haben Angst die Flüchtlinge kommen und nehmen uns alles weg. Es zeigt in uns die Angst auf etwas hergeben zu müssen, das wir nicht wollen; denn schließlich und endlich mussten wir uns alles schwer erarbeiten und uns sind die Dinge auch nicht in den Schoß gefallen. Aber wir sollten uns auch fragen, was sind wir bereit zu geben (und wenn es nur der Sitzplatz ist). Wie weit ist es in unserem Kulturkreis mit der Nächstenliebe.

Und versuchen wir uns doch einmal in die Situation der Flüchtlinge hinein zu versetzen. Stell dir vor du sitzt in einem Wartezimmer. Alle schauen dich an, mustern dich, murmeln miteinander, aber du verstehst natürlich kein Wort, weißt nicht ob sie über dich murmeln oder einfach nur über anderes. Du kennst die Spielregeln in einem fremden Kulturkreis noch nicht, weißt nicht ob du dich hier richtig verhältst oder nicht. Also ich denke, dass diese Flüchtlinge eigentlich viel mehr Angst und Verunsicherung in sich tragen, als wir. Und ich meine auch in erster Linie sind es Menschen wie du und ich, egal ob Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlinge. Sie haben ihre Heimat verlassen und sind nun in einem fremden Land, indem ihnen an jeder zweiten Ecke das Gefühl entgegenströmt nicht willkommen zu sein. Wie würdest du dich da fühlen.

Und ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass das LEBEN ein Tanz von Energien ist und dem, dem wir uns zuwenden, das verstärken wir, dem geben wir mehr Energie und das kann dadurch noch stärker in Erscheinung treten. Gib deine Energie der Liebe hin und Liebe wird sich ausbreiten, gib deine Energie der Angst hin und Angst wird sich ausbreiten, das ist ein universelles Gesetz.

Und wer meine Blogartikel schon länger mit verfolgt, der weiß auch, dass die Situation mit den Flüchtlingen jetzt genau so sein muss wie sie ist. Darum meine ich nutze die Situation um zu erkennen, wo du noch Schattenseiten mit dir herum schleppst. Vielleicht kannst du durch den Flüchtlingsspiegel einige erkennen und dadurch auflösen, was dich mit Sicherheit wieder ein Stück näher zu deinem inneren Frieden finden lässt. Und Frieden in dir bewirkt immer Frieden um dich, auch das ist ein universelles Gesetz. Und wenn du jetzt meinst, es gibt aber sicher friedvolle Menschen in Kriegsgebieten, dann ist das richtig, aber diese Menschen sind auch im Außen friedvoll und erschießen nicht mit Zorn und Groll den nächstbesten.

 

Nun genug für heute. Ich wünsche dir zum einen viel Erfolg beim Erforschen deiner Schattenseiten und zum anderen friedvolle Erlebnisse mit Menschen, die dir fremd sind.

 

Namaste

Anutosho

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