Ein Leben auf Autopilot

Wahrscheinlich hast du auch schon mal das Gefühl gehabt auf „Autopilot“ zu laufen. Du funktionierst einfach nur, ohne dass du wahrnimmst, was du wann eigentlich tust und trotzdem fällst du nirgends runter, läufst nicht in Lichtmasten hinein oder fährst mit dem Auto einfach gegen die Wand. Warum ist das so? Weil wir im Prinzip wie ein Computer funktionieren, wenn wir im Autopilot-Modus laufen. Programme, die wir uns angeeignet haben, spulen sich wie von selbst herunter.

Nehmen wir zum Beispiel eine Autofahrt, die du täglich durchführst, vielleicht zur Arbeit oder in die Schule. Jede Tag zur selben Zeit dieselbe Strecke. Das fährt sich ja schon von alleine, hör ich viele sagen. Wir überqueren dabei Kreuzungen mit Ampeln fahren über Zebrastreifen, u.s.w. und nehmen das gar nicht mehr richtig wahr. Ist es dir auch schon mal passiert, dass du nach dem Überqueren einer Kreuzung nicht mehr mit Sicherheit sagen konntest, ob die Ampel wirklich auf Grün oder vielleicht doch auf Rot war? Bist du bei der „Hausstrecke“ auch oft so in Gedanken verloren, dass du die letzten zurückgelegten paar Kilometer gar nicht mehr weißt? Und trotzdem ist nichts passiert. Gott sei Dank, oder soll ich besser sagen „Programme sein Dank“.

Diese Programme, sprich automatisierten Abläufe haben sich so in unserem Unterbewusstsein etabliert, dass sie für die Ausführung die Konzentration des Bewusstseins nicht mehr brauchen. Das nenne ich nützliche Programme, die uns in Alltagsangelegenheiten weiter helfen.

Das mit dem Auto war ein Beispiel, dass wahrscheinlich jeder nachvollziehen kann. Aber laufen wir nicht in vielen anderen Dingen des Lebens auch auf Autopilot? Programme kann man selbst erlernt haben, wie das Autofahren, aber auch von außen eingepflanzt bekommen. So zum Beispiel über die Massenmedien, die Werbungen im Fernsehen, Radio, Plakatwänden, aber auch über Nachrichten (die die Wahrheit nach richten). Damit werden dir Dinge, Wünsche und Meinungen suggeriert, die wahrscheinlich gar nicht deine sind. Aber weil sich das „Werbeprogramm“ einpflanzt, wenn du nicht wachsam bist, werden diese früher oder später auch ausgeführt. Du verspürst irgendwann den Drang shoppen zu gehen (weißt auch nicht warum), und schon sind die Dinge von der Plakatwand in deiner Wohnung , deinem Kleiderschrank, u.s.w. und am Ende des Tages, wenn vielleicht ein wacher Moment über dich kommt, fragst du dich: „Warum hab mir das nur gekauft, das brauch ich eigentlich gar nicht?“ Und ein paar Wochen später findet sich der „gekaufte Traum“ auf www.willhaben wieder.

Wie kann mich jetzt aber vor solchen Programmen von außen schützen? – Indem du wachsam bist, indem du im Moment bist. Denn wenn du dir stets diesen Moment bewusst bist, haben externe Programme keine Chance bei dir anzudocken. Weil du mit beiden Beinen im LEBEN stehst und nicht wie so viele „neben der Spur“. Wenn du mit dem LEBEN, dem Moment verbunden bist, weiß deine Intuition von selbst, was du jetzt brauchst und was nicht, das kann dir von außen sowieso nie wer sagen. Dann kannst du, wie Silbermond es so schön singt, mit leichtem Gepäck durchs Leben reisen.

 

Versuche für dich heraus zu finden, wo du überall auf Autopilot läufst und welche Programme externer Natur sind. Du wirst überrascht sein, wie viele es davon gibt. Aber Erkenntnis ist der erste Schritt zur Veränderung. Und wenn du wach(er) und zufrieden(er) werden willst, ist das eine gute Methode dich mehr ins Jetzt, mehr ins LEBEN zu bringen. Was brauchst du wirklich und was hast du dir aufgrund eines externen Programmes zugelegt? – Viel Spass beim Erforschen.

 

Namaste

Anutosho

 

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