Lebst du mit übernommenen Mustern, oder denkst du selbst?

Wie oft kommt es vor, dass du dich dabei ertappst in übernommenen (Gedanken-)Mustern zu leben oder zu agieren? Oder merkst du es vielleicht gar nicht mehr, so sehr haben sie schon Besitz von dir genommen? Doch wie soll ich eigentlich erkennen, ob meine Verhaltens- oder Denkweisen aus übernommenen Mustern stammen oder nicht? Das lässt sich eigentlich sehr leicht überprüfen.

 

Beobachte nur sehr aufmerksam deine gewählten Worte, ob tatsächlich ausgesprochen oder nur gedacht macht dabei keinen Unterschied. Und dann beginne einfach zu hinterfragen:

Sind das wirklich meine Gedanken oder vielleicht die Gedanken meiner Eltern, meiner Lehrer, der Zeitung, des Fernsehers, des Radios, der Politiker, der Ärzte, der Masse oder was auch immer. Hab ich das, was ich da sage oder denke einfach nur schon mal gehört und plappere es einfach nur laut oder still nach ohne zu überlegen, einfach nur weil ich es immer und immer wieder gehört habe? Wenn du so eine Entdeckung machst, dann darf ich dir gratulieren, denn du hast herausgefunden was wirklich deine Gedanken sind, die aus deinem SEIN kommen und was übernommene Gedankenmuster sind.

Wenn du bemerkt hast, dass du übernommene Gedankenmuster hast, beginne für dich zu hinterfragen, ob das auch für dich, für dein SEIN so stimmt. Wenn ja, dann deckt sich das zufälliger Weise, dann ist gut, aber sei vorsichtig und urteile nicht vorschnell, denn meistens trifft es eigentlich nicht zu. Aber wenn diese Gedankenmuster für DEIN SEIN nicht stimmig sind, dann solltest du dir Gedanken darüber machen, warum du diese Gedanken oder Meinungen überhaupt teilst. Denn Fakt ist, je mehr wir in übernommenen Mustern leben, desto mehr sind wir von unserem eigentlichen SEIN, unserem LEBEN entfernt. Und irgendwann wird dann eine Schwelle überschritten, wo man gar nicht mehr merkt, dass man „fremdbestimmt“ ist. Man ist dann eigentlich nur noch eine Marionette, ein Gedanken-Zombie. Du kennst sicher solche Leute, die im Tratsch die Schlagzeilen der Massenmedien wie ein Gebet rauf und runter beten. Ich nehme an, dass das bei dir noch nicht der Fall ist, denn sonst würdest du meine Texte gar nicht lesen, du würdest dich nicht für dein SEIN interessieren.

Und vielleicht noch als kleiner Tipp: Selbst denken lässt sich auch gut trainieren, indem du dir bewusst selbst Fragen über das Leben stellst. Und wenn dir keine „gescheiten“ Fragen einfallen, das Internet ist ja voll davon.

Hier vielleicht ein paar Anregungen, falls du diese brauchst: 

  • Wo urteilst Du zu schnell?

  • Glaubst Du, was Du siehst, oder siehst Du, was Du glaubst?

  • Womit bist Du Dir wirklich sicher, wofür würdest Du Deine Hand ins Feuer legen?

  • Was inspiriert Dich?

  • Wovor fürchtest Du Dich?

  • Wo hat Dich die Angst davon abgehalten, das Richtige zu tun?

  • Was macht Dich stolz – und was würde Dich noch stolzer machen?

  • Wie fühlst Du Dich, wenn Du „Nein“ sagst?

  • Wie fühlst Du Dich, wenn Du „Ja“ sagst?

  • Woran denkst Du, wenn Du „Zuhause“ oder „Heimat“ hörst?

  • Wofür bist Du dankbar?

Ich möchte dich ermutigen es auszuprobieren und wünsche dir viele neue Erkenntnisse bei deiner Selbsterforschung und der Findung deines SEINS, dass dich dann mit Sicherheit zum inneren Frieden finden lässt.

 

Namaste

Anutosho

 

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