Suggestionen - Wie gehe ich damit um?

Suggestionen haben die größte Wirkung, wenn man sie im entspannten Zustand anwendet. Denn im entspannten Zustand haben wir unsere Sorgen und Alltagsgedanken auf ein Minimum reduziert und so können wir uns unseren Suggestionen optimal widmen. Der beste Zeitpunkt dafür ist am Abend kurz vor dem Einschlafen oder am Morgen kurz nach dem Aufwachen, da ist unser Unterbewusstsein am besten zugänglich.

In erster Linie müssen wir einmal wissen, welche Umstände wir verbessern wollen, was wir an uns vielleicht ändern wollen oder welcher Herzenswunsch sich vielleicht erfüllen soll. Sobald wir das wissen, müssen wir uns eine "Formel" erarbeiten, indem wir in positiven Worten das erwünschte formulieren. Wir müssen unbedingt darauf achten, dass wir nur positive und bejahende Worte verwenden. Hingegen dürfen wir die Worte "nicht" und "kein" auf keinen Fall benutzen, da das Unterbewusstsein solche Worte nicht kennt und somit ignoriert. Das kann natürlich fatale Folgen haben.

Nehmen wir an, jemand wünscht sich schlanker zu werden und verwendet die Formel "Ich habe keinen Hunger". Was passiert also. Das Unterbewusstsein nimmt "Ich habe Hunger" auf und versucht nun getreu diesen Wunsch zu verwirklichen. Wenn wir aber nun unsere positive und richtig formulierte Formel festgesetzt haben, ist es sehr sinnvoll, wenn wir sie für uns auf einen Zettel schreiben, denn die Wirkung verstärkt sich dadurch, weil wir es sozusagen schwarz auf weiß haben, wir können die Formel zusätzlich mit den Augen wahrnehmen. Nun sollten wir, wie bereits erwähnt, die Formel vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen anwenden. Aber auch tagsüber ist es wirkungsvoll, wenn wir unsere Formel so oft als möglich anwenden. Was noch sehr wichtig ist, ist dass wir unsere Formel mit Gefühlen bestärken, wir müssen versuchen uns vorzustellen, welche Gefühle wir haben, wenn sich unser Wunsch erfüllt hat. Wir müssen uns so richtig in dieses Gefühl hineinversetzen. Was würden wir empfinden, wenn wir nun schon am Ziel wären. Erst diese Gefühle hauchen unserer Formel Leben ein.

Da unser Unterbewusstsein ja die Bildersprache am besten versteht, müssen wir aus unserem Wunschbild einen Film machen. Einen Film, den wir richtig hautnah miterleben und mitempfinden, die überwältigende Freude am Ziel zu sein, diese Freude bis ins kleinste Detail auszukosten. Diesen Film versteht unser Unterbewusstsein, denn wir haben ja Bilder und jede Menge Gefühle. Nun ist unser Unterbewusstsein bestrebt unseren Film zu verwirklichen, da es ja jeden "Befehl" bestrebt ist zu realisieren. Wir müssen aber auch sehr viel Geduld haben und dürfen nicht erwarten, dass nach ein- oder zweimaliger Anwendung der Formel schon große Resultate sichtbar werden. Wir müssen einfach überzeugt davon sein, dass der Samen, den wir mittels dieser Suggestion gesetzt haben, die Tendenz hat aufzugehen und zu wachsen.

Wenn wir angenommen einen Tomatensamen säen, diesen pflegen und gießen, sind wir ja auch überzeugt davon, dass aus diesem Tomatensamen Tomaten wachsen werden. Kein Mensch würde glauben, dass eine andere Frucht daraus wachsen würde. Und genauso überzeugt müssen wir sein, dass bei regelmäßiger Anwendung und Pflege unser Samen der Suggestion aufgehen wird. Auf jeden Fall aber müssen wir jeglichen Druck oder Zweifel meiden. Da das Unterbewusstsein ja nicht logisch denken kann, wird es genau das Gefühl, das stärker vorhanden ist, ausführen. Wir sollten Gefühle der Zuversicht, des Glaubens und des Vertrauens empfinden, dem dann eine tiefe Dankbarkeit folgt. Danken wir, so als hätten wir bereits empfangen. Jedem geschieht nach seinem Glauben, wenn wir also überzeugt sind, dass wir unser Ziel erreichen, dann wird das dafür Notwendige geschehen.

Suggestionen heißt nichts anderes als Denken. Es ist nur eine besondere Form des Denkens, ein Schaffen, ein Kreieren. Es ist ein Herbeischaffen, niemals ein Wegschaffen. Wenn wir sagen, stell‘ die bitte "keinen" Elefanten vor - was sehen wir dann vor unserem geistigen Auge - einen Elefanten, und wenn wir lauter werden und schreien "Stell Dir ja keinen Elefanten vor", umso deutlicher werden wir einen Elefanten sehen.

Das zeigt uns, dass wir nichts weg suggerieren können. Auf einen kranken Menschen bezogen sähe das dann so aus. Wenn wir sagen "Du sollst "keine" Schmerzen mehr haben, Dein Hals tut Dir "nicht" mehr weh, Deine Kopfschmerzen sind "nicht" mehr da, Du hast "keinen" Husten Mehr,..." All das sind Verneinungssätze und somit haben sie mit Suggestionen, die ja Bejahungen sind, nichts gemeinsam. Da wir ja nun wissen, dass unser Unterbewusstsein die Worte "nicht" und "keine" nicht kennt und somit also negiert, können wir uns vorstellen, welche verkehrte Wirkungen mit solchen Formulierungen entstehen können.

Als Suggestionen umgeformt könnten diese Formulierungen zum Beispiel so aussehen: Mein Körper ist völlig entspannt und gelöst, in jeder Zelle meiner Organe fließt reine Energie und Lebenskraft.

Wenn wir einmal erkannt haben, wie unser Körper auf unsere Gedanken reagiert, werden wir uns diese Kraft zunutze machen, damit wir ein erfülltes, harmonisches und beglückendes Leben führen können. Stellen wir uns einmal folgendes vor:

Wir sehen vor unserem geistigen Auge eine große gelbe Zitrone, nun schneiden wir diese Zitrone in der Mitte durch, sie ist ganz saftig, wir pressen diesen Saft nun in eine Schale und stellen uns vor, wie wir diesen Saft nun trinken. - Haben Sie gemerkt, was da in unserem Körper vor sich geht; Allein der Gedanke an eine saftige Zitrone aktiviert schon unsere Speicheldrüsen und uns läuft sozusagen das Wasser im Mund zusammen. Genauso verhält es sich mit all unseren Gedanken. Die Erinnerung an einen wunderschönen, erholsamen Urlaubstag zum Beispiel erzeugt in uns ein Gefühl der Ruhe, Gelassenheit und Freude. Wenn wir uns aber ein Ereignis erinnern, wo wir getobt haben, wo der Terminkalender randvoll war oder wo wir einen wilden Streit mit jemanden hatten, erzeugen die Gedanken genau die gleichen Gefühle und Körperreaktionen.

Wir haben mit dieser Erkenntnis nun die Macht über unsere Gedanken. Wir sollten uns dafür entscheiden ab jetzt die Regie in unserem Leben zu führen. Wir entscheiden uns für Liebe, Vertrauen, Zuversicht, Harmonie und Gesundheit. Spüren Sie, welch positive Kraft von diesen Worten ausgeht? Vielleicht denken Sie jetzt, das ist ja alles recht und gut, aber das Leben, der Alltag sieht anders aus. Das ist ja ein Wunschdenken, der Blick durch die rosarote Brille, wo man das Negative einfach verdrängt!!!

Sollten Sie so denken, muss ich Ihnen folgendes erklären. Wir sollten das Negative auf keinen Fall verdrängen, das wäre total verkehrt. Wir können uns aber aussuchen, wohin wir unsere Energie lenken. Lenken wir unsere Energie auf das Negative, auf Krankheit, Schmerz, Neid, Rache und Ärger, dann verstärken wir natürlich all diese Eigenschaften mit dieser Energie. Wir können aber ebenso unsere Kraft und Energie auf Gesundheit, Frieden, Harmonie und Liebe lenken und somit diese Eigenschaften stärken. Gut und Böse gehört ja zusammen, das eine ergibt sich aus dem anderen und wir haben die Möglichkeit uns für eines von beiden zu entscheiden.

Der Unterschied zwischen Wunschdenken und positiven Denken besteht darin, dass wir einmal etwas "wollen" und das andere Mal etwas "glauben".

 

Namaste

Venu

 

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