Die Gefahr in der Zeit; im Gedanken verlieren

Wie oft passiert es dir, dass du mit deinen Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft bist – und vor allem: Bist du das bewusst oder unbewusst? Sich im Gedanken in der Vergangenheit zu verlieren ist an und für sich nichts Schlechtes, wenn es darum geht geschehene Ereignisse zu analysieren, um daraus etwas zu lernen und zwar für das JETZT. Dann hast Du deinen Verstand benutzt und zwar bewusst. Wenn du allerdings...

Wenn du allerdings mit deinen Gedanken in der Vergangenheit hängen bleibst und weitere Geschichten um die geschehenen Ereignisse herum baust, die du dann auch noch in eine Zukunft projizierst und dir dann auch noch Sorgen machst über das was wegen der gebauten Geschichten alles passieren kann, dann hat der VERSTAND dich benutzt und zwar unbewusst.

Es passiert uns doch ständig, dass wir mit unseren Gedanken überall in der Vergangenheit oder Zukunft sind und nur nicht im JETZT. Du kannst das leicht für dich selbst nachprüfen:

Wenn du in Problemen verhaftet bist, dann sind deine Gedanken in der Vergangenheit, weil du das bereits Geschehene nicht akzeptieren kannst oder willst. Doch geschehen ist geschehen, das kannst du nicht mehr ändern. Es ist wie es ist. Und es war richtig so wie es war, denn sonst wäre es nicht so gewesen. Die eigentliche Frage, die DU dir stellen solltest lautet: Was für ein Problem habe ich in diesem Moment, JETZT. Nicht eine Minute oder Sekunde vorher oder eine Minute oder Sekunde nachher, sondern JETZT. Nimm dir Zeit um das für dich zu prüfen – kommt da JETZT wirklich ein Problem?

Schauen wir uns die zweite Zeitschiene an, die Zukunft. Wenn du dir Sorgen machst, dann sind deine Gedanken in der Zukunft, weil du das Geschehene bzw. deine „Erfahrungen aus der Vergangenheit“ in die Zukunft projizierst und befürchtest, dass es wieder so oder so ähnlich kommen könnte. Doch das ist nur eine Geschichte in deinem Kopf, deinem Verstand. Dein Verstand kann aber nicht wissen was kommt, er will dich damit nur aus dem JETZT reißen. Und was sind das eigentlich für „Erfahrungen aus der Vergangenheit“? Das sind Interpretationen deines Verstandes und diese Interpretation beschreibt einen Blickwinkel, eine Geschichte. Und der Verstand lässt dich glauben, dass das die einzig wahre Geschichte ist, doch das ist sie nicht. Das kannst du für dich sehr leicht überprüfen. Denke an ein Problem, das du mit einem Freund oder Freundin besprochen hast. Da tun sich meist noch mehrere Blickwinkel auf und vielleicht kommt daraus die Erkenntnis, dass es gar kein Problem gibt. Wie sicher ist also nun die Interpretation deines Verstandes?

Fakt ist der VERSTAND will dich ständig in der Vergangenheit oder Zukunft halten, damit du das JETZT verpasst. Denn das LEBEN findet immer und nur im JETZT statt. Selbst wenn du an ein Problem in der Vergangenheit denkst, tust du das JETZT. Oder wenn du dir Sorgen über die Zukunft machst, tust du das JETZT. Doch wenn du mit deinen Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft bist, bist du nicht präsent in JETZT, deine SINNE sind von den Gedanken, deinem Verstand abgelenkt und du verpasst das eigentliche LEBEN, das JETZT.

Doch wie schafft man es im JETZT präsent zu bleiben? - Versuche so oft und so lang es geht dich voll auf deine Sinne zu konzentrieren. Was riechst du in diesem Moment, welches Duft liegt in der Luft was siehst du, welche Farben, welche Formen, was hörst du, hörst du das Vogelgezwitscher, das entfernte Sprechen von Leuten, was kannst du spüren, spürst du den Sessel auf dem du sitzt bewusst, spürst du das Gras auf dem du gehst bewusst, was schmeckst du?

Das sind alles Dinge die im JETZT passieren, die das LEBEN ausmachen. Nimmst du das immer bewusst wahr, oder verpasst du das oft, weil du unbewusst im Gedankenkarussell deines Verstandes gefangen bist?

Befreie dich von deinem unbewussten Gedankenkarussell und lebe bewusst im JETZT. Lebe intensiv im JETZT. Lebe das LEBEN und werde nicht vom Verstand „gelebt“.

Wenn dir das mehr und mehr gelingt wirst du erkennen, wie befreiend das Leben sein kann, weil das JETZT ist wie es ist, es ist nicht gut, es ist nicht schlecht, es ist. Bewertungen (Geschichten) macht nur unser Verstand durch seine Sichtweise auf das Leben, aber es ändert nichts daran, es ist wie es ist. Annehmen von dem was ist, ist die einzige Kunst zu leben. Erst dann wirst du inneren Frieden erlangen, weil du es geschafft hast den Verstand „abzuschalten“ und ihn nur mehr einschaltest wenn du ihn für nützliche Dinge des Alltags brauchst. Dann bist du wach, bist du erwacht.

 

Namaste

Anutosho

Kommentar schreiben

Kommentare: 0